Schachtvermessung mit Laserscanner auf Mülldeponie

Überkopfscan mit Spezialstativ

Im September diesen Jahres, wurde die Schroers GmbH mit der Vermessung eines ca. 60m tiefen Schachtes, auf der Mülldeponie Morgenstern in Goslar, beauftragt.

Dieses Projekt, war nicht nur hinsichtlich der sicherheitstechnischen Rahmenbeding-ungen sondern auch vermessungstechnische eine kleine Herausforderung. Vor den Arbeiten mussten alle zum Einsatz kommenden Ingenieure und Techniker, eine arbeitsmedizinische Untersuchung für "Arbeiten mit Vollatemschutz" durchlaufen.

Die Arbeiten vor Ort gestalteten sich auch recht aufwendig, da alles von einem Fahrkorb aus, welcher durch einen Seilbagger gesteuert wurde, durchgeführt werden musste.

Im Schacht selbst, wurden 12 Targets (Zielmarken) mit entsprechenden Halterungen montiert. Der Scanner wurde u.a. an einem Spezialstativ befestigt, um den ersten Überkopfscan auszuführen. Alle weiteren Scans im Schacht wurden auf einer speziellen Gerätekonsole durchgeführt, wo jeweils ein Aufrechter- und ein Überkopfscan gemessen wurde.

Insgesamt sind 13 Scans gemacht worden, die teilweise bis zu einer Stunde Messzeit in Anspruch nahmen. Die lange Messdauer beruhte auf die sehr große Schachttiefe (ca. 60m) und die geforderte Genauigkeit (2cm) für das Datenmodell.

Insgesamt wurde ca. 1 Mrd. Punkte gemessen, um den Schacht abzubilden. Am problematischsten war dabei die Erfassung der unteren Schachtzone, die aufgrund von stetig eindringendem Wasser, immer sehr nass war. Aber durch die sehr langen Messzeiten und der hohen Messqualität, konnten genügend Punkte für die Modellierung der Schachtwand erfasst werden.

Als Ergebnis erhielt der Auftraggeber ein 3D-Schachtmodell, sowie diverse Schnitte und Ansichten, um anschließend ein Schacht im Schacht-System zu planen.

Montage des Scanners im Schacht
Erschwerte Bedingungen
Scanner bei der Messung im Schacht
Blick in den ca. 60m tiefen Schacht
Punktwolke vom Schacht
Drahtgittermodell
Schnittdarstellung
Draufsicht